Maiwipferlhonig | Eine heilsame Versuchung

Maiwipferl sammeln und Maiwipferlhonig selber machen

Spaziert man im Mai durch die Wälder, fallen einem sofort die jungen Triebe von Fichten und Tannen auf. Maiwipferl werden schon seit langer Zeit als Hausmittel gegen allerlei Beschwerden eingesetzt. Von Ende April bis Anfang Juni bilden Fichten und Tannen frische, hellgrüne Triebe, die wertvolle ätherische Öle, Harze, Tannine und Vitamin C enthalten. Diese Triebe haben eine antiseptische Wirkung und können so die Bildung von Bakterien hemmen. Ein Maiwipferl Hustensaft bzw. Sirup oder ein Maiwipferl-Tee transportiert Schleim ab und ist deshalb besonders bei Hustenerkrankungen geeignet.

Beim Sammeln solltet Ihr von mehreren verschiedenen Bäumen ernten, damit diese nicht geschädigt werden.




Botanik & Synonyme der Gemeinen Fichte


Volksnamen: Gewöhnliche Fichte, Feichten, Gräne, Krestling, Pechtanne, Rot-Fichte

Lat: Picea abies Engl.: Norway Spruce Fam.: Kieferngewächse – Pinaceae Blütezeit/Sammelzeit: Mai bis Juni Verwendete Pflanzenteile: Triebspitzen

Höhe: bis 50m

Typisch: Zweig nach Abfallen der Nadeln raspelartig rau, Zapfen hängt, fällt als Ganzes ab. Beschreibung: Krone kegelförmig. Nadeln immergrün, 4-kantig. „Fichtennadelduft"


Heilwirkung


anregend, antibakteriell, beruhigend, schleimlösend, schweißtreibend, tonisierend


Achtung!

Du musst die Bäume gut unterscheiden können, denn die Nadeln/Triebe von der Eibe sind giftig.



Die Nadeln und Triebe der Eibe sind GIFTIG!

 

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Anwendungsbereiche


Bronchitis, Husten, Katarrh der oberen Luftwege, Keuchhusten, Asthma, Nasennebenhöhlenentzündungen, Rachenentzündung, Rheuma, Gicht, Durchblutungsstörungen, Muskelkater, Nervosität, Nervöse Herzbeschwerden, Neuralgien, Schlaflosigkeit


Inhaltsstoffe


Ätherisches Öl mit den Monoterpenen Bornylacetat, Pinen, Limonen, Camphen und Phellandren, Terpentinöle und Harze, Gerbstoffe, Vitamin C


maiwipferlhonig selber machen


Maiwipferlhonig mit Spitz- und Breitwegerich


Rezept 

Zutaten


Frische Fichten- oder Tannenwipferl Frische Spitz- und Breitwegerichblätter Rohrzucker oder normaler Kristallzucker 1 großes Einmachglas

ca. 3 Wochen Zeit 🙂


Wegerichblätter klein schneiden Wichtig: als erste Schicht kommen die Fichtenwipferl in’s Glas Als nächstes kommt der Zucker. Die Zuckerschicht sollte immer doppelt so hoch sein wie die Pflanzenschicht. Dann eine Schicht Wegerichblätter. Dann wieder Zucker. Bis das Glas voll ist. Wichtig: die abschließende Schicht MUSS Zucker sein und alles Pflanzenmaterial abdecken!

Am Ende wird das Glas verschlossen und in die Sonne gestellt. Innerhalb der nächsten 2-3 Wochen zersetzt sich der Zucker und wird zu einem Sirup. Wenn sich alles gelöst hat seiht man das ganze durch ein Sieb ab und füllt den Maiwipferlhonig in Gläser. Dunkel gelagert sollte sich dieser einige Monate halten.





Wichtig:


Wir mussten schon so manchen Sirup wegschütten, weil sich Schimmel gebildet hat. Dies kannst du vermeiden indem du SEHR sauber arbeitest und das Einmachglas vorher mit 70%igem Alkohol reinigst. Der Sirup eignet sich hervorragend als Süßungsmittel für Tee, man kann ihn aber auch Teelöffelweise zu sich nehmen. 


 
 

Weitere Maiwipferlanwendungen


Maiwipferl Sirup


2 große Hände voll junge Maiwipferln (bei uns von der Fichte) mit 1 Liter Wasser aufkochen und 15 Minuten köcheln. Danach den Sud einen Tag lang ziehen lassen. Den Sud am nächsten Tag abseihen und 1 kg Bio-Vollrohrzucker hinzugeben und aufkochen. Wenn die Flüssigkeit eine sirupartige Konsistenz hat, fülle ihn in saubere Flaschen ab. Der Sirup ist dann ca. 1 Jahr haltbar. Der Sirup ist sehr süss, deshalb schmeckt Kindern dieser Hustensirup besonders gut. Es können mehrere Esslöffel auf den Tag verteilt eingenommen werden.





Maiwipferl Tee – die Alternative ohne Zucker