Das Johanniskraut | Ein Kräuterportrait

Schon seit jeher wird das Johanniskraut mit dem Licht der Sonne und der Kraft des längsten Tages  assoziiert.



Bestimmung und Beschreibung

Botanik & Synonyme


Volksnamen: echtes Johanniskraut auch gewöhnliches Johanniskraut, Blutkraut, Frauenkraut, Jesuswundenkraut, Mannskraft, Tüfel-Johanniskraut, Hartheu, Herrgottsblut Lat: Hypericum perforatum Engl.: St. Johns Wort Fam.: Hartheugewächse – Hypericaceae Blütezeit: Ende Juni bis September Verwendete Pflanzenteile: das blühende Kraut, Blüten Winterhart




Bestimmungsmerkmale


Oft hört man, dass man das echte Johanniskraut an seinen schwarzen Punkten und an der Rotfärbung der Finger beim Zerdrücken erkennen kann.

Das ist so nicht ganz richtig. Unter den vielen verschiedenen Johanniskräutern gibt es einige mit den gleichen Merkmalen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, braucht man einen sensiblen Tastsinn und, bzw. oder eine Botanikerlupe.

Das sicherste Erkennungsmerkmal des echten Johanniskrautes sind seine 2 parallel am runden Stengel entlang laufenden Längsleisten. Daneben, so wie das lateinische Wort 'perforatum' schon im Namen verrät, gelten seine 'perforierten', durchlöcherten Blätter als gutes Merkmal.



Die 'schwarzen Punkte', das Hypericin, und die somit einhergehende Rotfärbung der Finger, findet man auch bei einigen anderen Arten. Dies heißt soviel, dass der Wirkstoff nicht ausschliesslich im echten Johanniskraut vorkommt.

Viel mehr geht man davon aus, dass das Zusammenspiel der Wirkstoffe im echten Johanniskraut am effektivsten ist.


Das Echte Johanniskraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 100 Zentimetern erreicht. Sie bildet stark verzweigte Wurzelkriechsprosse und eine spindelförmige, bis zu 50 Zentimeter tief reichende Wurzel. Der aufrechte Stängel ist durchgehend zweikantig und innen markig ausgefüllt (nicht hohl). Dadurch unterscheidet sich das Echte Johanniskraut von anderen Johanniskrautarten. Im oberen Bereich des Stängels ist das Echte Johanniskraut buschig verzweigt.





Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind mehr oder weniger sitzend. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis zu 3 Zentimetern oval-eiförmig bis länglich-linealisch. Die Blattspreite ist dicht mit durchscheinenden Öldrüsen besetzt. Der Blattrand ist mit schwarzen Drüsen punktiert. Bei den zahlreichen durchscheinenden Punktierungen der Spreite handelt es sich um Gewebslücken, die durch Spaltung oder Auseinanderweichen von Zellwänden entstanden sind und in denen das helle ätherische Öl konzentriert ist.




Der wohl wichtigste Tag im Kräuterkalender


Der 24.Juni ist Johannistag. Der Tag der Geburt Johannes des Täufers  und die Zeit der zwischen 20. und 22.6. stattfindenden Sommersonnenwende. Diese Zeit gilt als besonders günstig für das Sammeln von Kräutern. Ich möchte in diesem Zusammenhang dem Johanniskraut besondere Aufmerksamkeit widmen.

 




 


Beschreibung vom Johanniskraut


Lateinisch ‘Hypericum perforatum’ vom griechischen „über – hyper- dem Bild – eikon ” wird dieser Pflanze die Kraft zugesprochen unserer Psyche über das Dunkel der Winterdepression hinweg zu helfen. ‘Perforatum’ heißt ‘durchlöchert’, dies kann man gut erkennen wenn man die Blätter in die Sonne hält. Die winzigen roten Pünktchen entstehen durch den Farbstoff Hypericin, der sowohl Tinkturen wie Ölauszüge rot färbt.


Ist denn keine alte Fraue, die kann pflücken Hartenaue, dass sich das Gewitter stau?

Hypericin gilt als phototoxisch, was so viel heißt wie, dass unsere Haut  bei intensiver Sonneneinstrahlung in Form von Pigmentveränderungen reagiert. Man soll sich bei Einnahme von Johanniskrautprodukten also nicht intensiv in der Sonne aufhalten. Schon seit jeher wird das Johanniskraut mit dem Licht der Sonne und der Kraft des längsten Tages  assoziiert. Zur Sommersonnenwende beginnt es leuchtend gelb zu blühen.





Die Heilkräfte vom Johanniskraut


Ein ganz wunderbares Heilmittel ist das Johanniskrautöl. Innerlich wird es zur Stärkung von Herz und Kreislauf, zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden oder aber auch gegen depressive Verstimmungen eingesetzt. Äußerlich hilft es schmerzlindernd gegen Rheuma, Hexenschuß ,Verspannungen sowie bei allen möglichen Verrenkungen, Muskelzerrungen oder eingeklemmten Nerven. Durch seine entzündungshemmenden und desinfizierenden Eigenschaften kann es wunderbar bei kleinen Wunden, Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt werden. Auch wird es effektiv in der Nachbehandlung von Narben eingesetzt. In unseren Kräuterworkshops zeigen wir euch gerne wie man ein Johanniskrautöl oder eine Tinktur mit Johanniskrautblüten herstellen kann.




 

Wichtiger Hinweis | Disclaimer

Die Beschreibung der Kräuter und Gewürze stammt aus alten Überlieferungen und der traditionellen Volkskunde, sie sollen als Ergänzungen zur Schulmedizin verstanden werden und ersetzen nicht die ärztliche Meinung. Auch Hausmittel können Nebenwirkungen haben und sind nicht generell für jeden geeignet. Sprechen Sie deshalb vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.

 

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