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PROFI-TIPP 'BOTANIK' | Geophyten - Überdauern im Untergrund


Heimische Wildpflanzen haben unterschiedliche Strategien entwickelt, um den Winter unbeschadet zu überstehen.





Cleverer Knospenschutz

Es gilt in erster Linie die Erneuerungsknospen zu schützen, an denen die Pflanzen dann im nächsten Jahr ihr Wachstum fortsetzen. Während die oberirdischen Winterknospen unserer Bäume und Sträucher meist durch derbe Knospenschuppen vor Frost und Austrocknung geschützt sind, überdauern diese empfindlichen Pflanzenteile bei den meisten ausdauernden und zweijährigen Kräutern knapp über oder unter der Bodenoberfläche etwa unter abgestorbenen Pflanzenresten oder der Laubschicht. Geophyten (Erdpflanzen) wie das Schneeglöckchen oder das Busch-Windröschen hingegen gehen noch einen Stock tiefer und somit auf Nummer Sicher.





Eine mögliche Taktik - Unterirdische Speicherorgane


Unterirdische Speicherorgane wie Knollen, Zwiebeln oder verdickte Rhizome ("Wurzelstöcke") finden sich häufig bei den klassischen Frühjahrsblühern in heimischen Auen und Laubmischwäldern. Geophyten haben eine Taktik entwickelt, mit der kurzzeitig sehr günstige Standorte optimal genutzt werden.


Die Speicherorgane und Überdauerungsknospen sind im Boden verborgen gut geschützt, allerdings kostet der Austrieb im Frühjahr mehr Energie.

Die Blüten müssen zudem rasch bestäubt und die unterirdischen Speicher schnell wieder aufgefüllt werden, denn das Zeitfenster bis zum Laubaustrieb der Gehölze ist nur kurz. Wenn die Bäume und Sträucher dann zum Leben erwachen, beginnt sich der Waldboden unter dem immer dichter werdenden Blätterdach zu beschatten, Licht wird zur Mangelware, und es wird Zeit für die Erdpflanzen, nach der Samenproduktion wieder unterzutauchen.



Wildwachsende Frühingsknotenblumen


Die Frühlingsknotenblume, die Lerchensporn-Arten, der Gelbstern oder das Scharbockskraut beginnen dann ihre oberirdischen Sprossteile wieder „einzuziehen“ und fristen in der Folge ein stilles unsichtbares Dasein unter der Erde, bis zum nächsten Frühling.




Wald Gelbstern - Gagea lutea

Finger Lerchensporn - Corydalis solida

Scharbockskraut - Ficaria verna

Busch-Windröschen - Anemone nemorosa Gelbes Windröschen - Anemone ranunculoides

Schneeglöckchen - Galanthus nivalis

Frühlingsknotenblume - Leucojum vernum


Die Serie 'Profi-Tipps | Botanik' geht weiter. Im nächsten Beitrag geht es um die Bestimmungsmerkmale der Kreuzblütler - Brassicaceae





Fotos: © Mike Shane & © Bernhard Gutmann - www.wildpflanzenwanderung.at



Wichtiger Hinweis | Disclaimer

Die Beschreibung der Kräuter und Gewürze stammt aus alten Überlieferungen und der traditionellen Volkskunde, sie sollen als Ergänzungen zur Schulmedizin verstanden werden und ersetzen nicht die ärztliche Meinung. Auch Hausmittel können Nebenwirkungen haben und sind nicht generell für jeden geeignet. Sprechen Sie deshalb vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Bei akuten Beschwerden, die länger als eine Woche andauern oder periodisch wiederkehren, wird die Rücksprache mit einem Arzt empfohlen.



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