Kräuterwoche mit Wurzeln, Pech und Katzen

Eine Kräuterwoche im April

Von Wurzeln, Pech, Blumen und Katzen

Die Kräuteraktivitäten werden mehr und mehr

 

Mehr geht immer! 🙂

Letzte Woche war eine für diese Jahreszeit typische Kräuterwoche. In der Kunstwelt ist es derzeit etwas ruhig umso mehr Zeit steht für Garten, Wald und Kräuter zur Verfügung. Ich habe zwar immer das Gefühl ich müsste VIEL mehr machen aber wenn ich dann nach ein paar Tagen durch meine Handy-Fotos surfe, denke ich…OK…passt. Gerade jetzt, in der intensivsten Jahreszeit bin ich wirklich sehr dankbar dafür, dass ich mir diese Zeit so frei einteilen kann.

Pech!

Anfang der Woche hat es mich wie magnetisch in den Wald gezogen. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt Fichten- bzw. Nadelholzharz suchen zu gehen weil ich eine größere Menge Pechsalbe herstellen wollte.
Ich werde hier später im Detail auf die Burgunderharz-Herstellung eingehen.
Nur so viel vorweg: Es ist eine Riesensauerei…. 🙂 und  Gottseidank haben die Muse und ich letztes Jahr erste Experimente mit Harzreinigung gemacht sodass ich wußte auf was ich mich eingelassen hatte.

 

Fichtenharz reinigen
Vom Fichtenharz zum Burgunderharz

 

Eine neue Tinktur

Am nächsten Tag fiel mir beim morgendlichen ‚Durchdengartenschlendern‘ auf, dass sich die Vogelmiere wunderschön entwickelt hatte. Die frühe Sonne und das aussergewöhnlich warme Mittaprilwetter schienen ihr sehr gut zu tun.
Da ich es ja mit Tinkturen habe und versuche die gesamte Palette der hier heimischen Wild-, Wald- und Wiesenkrätuter zu konservieren, die Vogelmiere aber bisher aussen vor gelassen hatte, beschloss ich das Tinkturenjahr mit ihr zu eröffnen.
Auch über die Vogelmiere wird es hier später noch mehr Informationen geben.

 

Vogelmiere Tinktur
Tinktur aus Vogelmiere

 

Mit LIEBE zubereitet

Einer der vielen Gründe warum ich die Muse zu meiner Frau gemacht habe, ist der uns gemeinsame, kreative Zugang zur Kräuterküche. Wir sind beide total ‚narrisch‘ auf die Möglichkeiten welche der Frühling kräutertechnisch zu bieten hat.

Und so gibt es dieser Tage fast täglich eine ordentliche Kräuterzufuhr in Form feinster Kulinarik. 🙂

Vogerlsalat, Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere und Gänseblümchen mit frischen Heurigen, garniert mit Rohschinkenstückchen und Kräuterdressing.

oder

Grüner Salat mit Tomaten, rotem Zwiebel und Vinaigrette dazu frische Heurige mit Butter und Salz überstreut mit frisch gepflücktem Bärlauch.

 

Kräutersalate
Kräutersalate von Mike & The Muse

 

Das Bittere Ende

April ist Löwenzahnzeit und da ich den Löwenzahnsirup lieber der Muse überlasse, habe ich mich um die Löwenzahnwurzel gekümmert. Die letzten Wurzeln die ich ausgegraben habe, hab ich zu einer Tinktur verarbeitet. Dieses Mal möchte ich die Wurzeln trocknen und sie dann zu Pulver mörsern.
Die Löwenzahnwurzel ist, um es gelinde auszudrücken ‚unpackbar‘ bitter. Was ich bisher so gelesen habe, kann sie sehr gut Giftstoffe aus unserem Körper ausschwemmen. Deswegen wird sie auch nach einer Antibiotika Kur eingesetzt. Auch hierüber werde ich an dieser Stelle berichten.

 

Löwenzahnwurzel
Löwenzahnwurzel wird getrocknet

 

Huflattich

Der zweite dieswöchige Waldspaziergang war dem Huflattich gewidmet. Auch von ihm gibt es hier schon eine Tinktur die ich gerne in Hustentinkturmischungen verwende. Heuer möchte ich ihn aber getrocknet als Tee probieren.

 

Huflattich
Huflattich wird für Tee getrocknet

 

Immer wieder neue Entdeckungen

Zwischendurch, auf meinen Wiesen-Durchzügen stolpere ich immer wieder über neue oder seltene Arten. Dieses Mal hat mich die Segge blass aussehen lassen. Ich hatte sie bisher noch nie wahrgenommen umso überraschter war ich, als ich sie auf einmal ‚überall‘ gesehen habe. :)Auch die wunderschöne pinke Kugelprimel kenne ich erst seit letztem Jahr.
Flankiert wird diese von der nicht minderschönen und äusserst kurzbblühenden Sternmagnolie.

 

Aprilblüher
Kugelprimel, Sternmagnolie und Segge

 

Johnny, Baldrian und die Folgen

Begleitet werde ich auf den meisten meiner Touren von mindestens einem unserer 4 Stubentiger. Die 4 geniessen nach dem langen ‚toten’ Winter natürlich auch das Überangebot der frühjährlichen Natur und zelebrieren diese gern auch mit ihren Menschensklaven…:) Vorzugsmässig sind es die von ihnen gebrachten lebenden oder toten Geschenke aus dem Tierreich. Unser jüngster, der Johnny, übt sich intensiv im Blindschleichenschwänze abbeissen und im ‚wasbistduichweissnichtaberichfressdichtrotzdem‘ Abenteuer. 🙂

Wenn er damit fertig ist suhlt und rollt er sich in den heruntergefallenen Baldrianwurzelstückchen und vergisst dabei bald einmal, dass er auf einem Tisch liegt! 🙂

Reminder: Bitte bedenken Sie immer, dass die Kräuter keinen Arztbesuch ersetzen können.

Have a great Weekend

Mike

 


Du kennst dich zu wenig aus? Traust dich nichts pflücken?
Komm und besuche uns.
Wir organisieren spannende Kräuterworkshops die speziell auf kräuterinteressierte Anfänger abgestimmt sind.


 

Mike & The Muse’s Kräutertage

Wir organisieren ganz individuelle Kräutertage hier in unserer Artfarm. So können wir bereits ab 2 Personen eigene Kräutertage anbieten. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Email mit Ihrer Anfrage. Gutscheine für Kräutertage oder Kräuter Workshops sind tolle Geschenke für kräuterinteressierte Menschen. 🙂

 

Gutschein für Kräuterworkshop

Hier sind ein paar Workshop Möglichkeiten

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Der NUSSINGA

Kennen Sie schon den NUSSINGA, den Walnusslikör von Mike & The Muse? Der NUSSINGA ist ein wunderbarer Walnusslikör aus noch ungereiften, grünen Nüssen. Hinzu kommen ausgesuchte BIO-Gewürze und viel Liebe. Das perfekte Weihnachtsgeschenk für Likörliebhaber. Schauen Sie auf unsere Website für mehr Informationen und Bestellmöglichkeiten.

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