Die Pfefferminze Kräuter portrait

Die Pfefferminze – Eine Heilpflanze mit erfrischendem Geruch

Ob bei den Ägyptern oder Römern, in der Antike oder im Mittelalter – die Pfefferminze wurde überall geschätzt und verwendet

 

Botanik & Synonyme

Volksnamen: Pfefferminze, Aderminze, Balsam, Edelminze, Englische Minze, Gartenminze, Teeminze
Lat: Mentha piperita
Engl.: Peppermint
Fam.: Lippenblütler = Lamiaceae
Blütezeit: im Frühsommer vor der Blüte
Verwendete Pflanzenteile: Blätter

Wissenswertes über die Pfefferminze

Bezüglich der Herkunft der Pfefferminze scheiden sich die Geister.
In einigen Büchern liest man, dass die Pfefferminze eine Bastardart der Krauseminze ist, die im 17. Jahrhundert spontan in England entstand und von dort in alle Welt exportiert oder eingeschleppt worden ist.
Dies steht allerdings in Widersprüchen mit einigen älteren Werken. Der Pharmazeut Philipp Lorenz Geiger erwähnte in seinem Handbuch der Pharmazie, dass die Pfefferminze auch in Griechenland wild vorkommt.1
Heutzutage geht man davon aus, dass die Pfefferminze vermutlich aus Ostasien stammt. Sie ist eine natürliche Kreuzung aus der Wasserminze und der grünen Minze. In Deutschland ist die Pflanze seit der Mitte des 17. Jahrhunderts bekannt und wurde wahrscheinlich von einem Kräuterkundigen mit dem Namen Göring aus Straßburg mitgebracht.

Namensherkunft und Mythologie

Der lateinische Name der Pfefferminze lautet Mentha piperita. Ihr Gattungsname Mentha stammt dabei, zumindest laut einer griechischen Sage, von einer Nymphe namens Minthe. Die Ärmste sollte gerade vom lüsternen Hades, dem Herrscher der Unterwelt, entführt werden, als Persephone, seine eifersüchtige Gattin einschritt und Minthe flugs in eine Pflanze verzauberte – nämlich in eine Minze.

Man sagt, dass derjenige der alle Heileigenschaften der Minzen kenne, wisse wie viele Fische in den Ozeanen schwimmen.

Die Heilwirkung der Pfefferminze

Die Pfefferminze wurde 2004 zur Heilpflanze des Jahres gekührt.
Von anderen Minzen unterscheidet sich die Pfefferminze insbesondere durch ihren hohen Menthol Gehalt und den an Pfeffer erinnernden Geschmack (lat.: piperita = gepfeffert). Dabei ist das Menthol einer der besonders wirksamen Bestandteile, der die Pfefferminze zum Arzneimittel bei vielerlei Beschwerden machte.
Im Verlauf des 17. Jhdt wurde die Minze u.a. zur Behandlung von Verdauungsproblemen, Geschlechtskrankheiten (Tripper), Hautgeschwüren, Grind oder Cholera verwendet. Zur Anwendung kamen dabei sowohl Aufgüsse als auch Minze in Essig gelegt oder selbige mit Gerstenmehl vermengt.1
Die Inhaltsstoffe wirken direkt auf das Verdauungssystem, den Blutkreislauf, den Atemtrakt sowie auf Immunsystem und Nervensystem [Jeyakamur 2011].2
Die Pfefferminze wird bevorzugt als Tee eingesetzt. So hilft sie innerlich bei Magen- Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und den anderen unten aufgelisteten Problemen.
Für die äußerliche Anwendung kann man den Teeaufguß für Bäder, Waschungen und Kompressen verwenden.

Heileigenschaften

antibakteriell, beruhigend, entzündungswidrig, keimtötend, galletreibend, krampflösend, schmerzstillend, tonisierend,

Anwendungsbereiche der Pfefferminze

Appetitlosigkeit, Blähungen, Brechreiz, Durchfall, Erkältung, Gallenbeschwerden, Grippe, Herzschwäche, Hexenschuss. Ischias, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Magenschmerzen, Migräne, Mundgeruch, Nervenschmerzen, Nierenschwäche, Rheuma, Schlaflosigkeit, schlecht heilende Wunden, schmerzhafte Regel, Schnupfen, Übelkeit, Verdauungsschwäche, Wechseljahresbeschwerden,

Inhaltsstoffe der Pfefferminze

ätherische Öle (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Enzyme, Valeriansäure

Die Minzen in der Küche

Auch als Haustee im Alltag ist sie beliebt, weil sie so erfrischend schmeckt. In arabischen Ländern ist die Minze sogar allgegenwärtiges Nationalgetränk. Im Sommer ist selbstgemachter Pfefferminzsirup eine erfrischende Alternative. In der Küche findet sie Verwendung als Smoothie, Pfefferminzeis oder als Minzsoße, die bevorzugt zu Lamm gereicht wird. Ebenso findet man Minze in Kärntner Kasnudeln und im traditionellen Gericht der Griechen – dem Moussaka.

Pfefferminze

Achtung!

In der Schwangerschaft sollte man die Pfefferminze, wie alle Minzarten, nicht verwenden, denn sie könnte eventuell Fehlgeburten auslösen.
Außerdem vertragen manche Menschen keine Pfefferminze. Sie bekommen dadurch Magenschmerzen. Solche Menschen sollten auf die Anwendung von Pfefferminze verzichten. In manchen Fällen wird die mildere Wasserminze besser vertragen.

Disclaimer

Die Beschreibung der Kräuter und Gewürze stammt aus alten Überlieferungen und der traditionellen Volkskunde, sie sollen als Ergänzungen zur Schulmedizin verstanden werden und ersetzen nicht die ärztliche Meinung.

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Quellennachweis

1 www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Pfefferminze.html

2 Jeyakamur, E. et al. (2011): Comparative evaluation in the efficacy of peppermint (Mentha piperita) oil with standard antibiotics against selected bacterial pathogens. In: Asian Pacific Journal of Tropical Biomedicine 2011, S. 253-257.

 


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